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Events / Presse
Veranstaltungshinweise
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Veranstaltungen finden Sie in den entsprechenden PDF Dateien.
18. Mai 2010
Workshop
Risse in Deponiesickerwasserleitungen aus PE.pdf
28. und 29. April 2010
Wiesbadener Kunststoffrohrtage.pdf
mit Genehmigung von:
Graf zu Eulenberg, bi-Umwelt


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pdf -
Bieler Tageblatt, Seeland, 18. April 2007
Mit 250 Tonnen unter dem Acker durch
Bei Epsach wird heute eine Wasserleitung
im Berstlining-Verfahren gelegt. Dieses ist schnell, günstig
und wird zum ersten Mal in der Schweiz angewendet.
THOMAS UHLAND
Wenn eine marode Wasserleitung ersetzt werden
muss, nilnt der Bagger auf und hebt einen langen Graben aus.
In diesen werden die neuen Rohre gelegteine teure, langwierige
Sache.
Stimmt alles nicht. Mit dem Berstlining-Verfahren sieht man
an der Oberfläche kaum etwas davon, was sich unter dem
Boden tut. Einzig am Anfangs- und am Endpunkt der Leitung
muss eine Baugrube ausgehoben werden.
Im Fall der Leitung in Epsach befindet sich die eine Grube
an der Strasse; die von Epsach nach Hermrigen führt.
Ennet des grünenden Ackers, am rund 300 Meter entfernten
Binnenkanal, wurde die zweite ausgehoben. Das Verfahren wurde
in der Schweiz zwar bereits angewendet, aber noch nie bei
einem Rohr von 40 Zentimetern Durchmesser und auf einer Strecke
von 300 Metern.
Auf diese Weise lässt sich viel Geld sparen. Etwa eine
halbe Million Franken hätte die neue Leitung gekostet,
wenn sie auf konventionelle Weise gebaut worden wäre.
Im Berstlining-Verfahren hingegen kann die Seeländische
Wasserversorgung Gemeindeverband (SWG) einen Drittel der Kosten
sparen, wie Geschäftsführer Roman Wiget erklärt.
.Nicht zuletzt deshalb, weil dieses Verfahren viel schneller
ist als die konventionelle Bauweise.
Der Einzug des neuen Rohres etwa wird heute Morgen begonnen;
bereits am Abend wird es fertig verlegt sein.
Brachiale Technik
Technisch gesehen ist das Berstlining -Verfahren eine einfache
Angelegenheit. Eine hydraulische Zugmaschine zieht einen Berstkopf
durch das bestehende, zu ersetzende Rohr. Ihm voran schneiden
zwei Messer das Rohr auf, die konische Form des Berstkopfs
schiebt die Hälften auseinander und schafft Platz für
das neue Rohr. Dieses wird unmittelbar hinter dem Berstkopf
automatisch eingezogen.
"Eine brachiale Technilo" sagt Roman Wiget. Tatsächlich
vermag die Zugmaschine bis 250 Tonnen zu ziehen. Bei der gestrigen
Demonstration zog sie den Berstkopf auf den ersten Metern
unter der Strasse hindurch. An deren Rändern bildeten
sich breite Risse, und auch unter dem Asphalt war das Rumpeln
deutlich zu spüren. Die Maschine vermag Rohre bis zu
einem Meter Durchmesser durch so ziemlich jedes Material zu
ziehen.
Der weiche Seeländer Torfboden, welcher die Bauleute
oft in Verlegenheit bringt, ist dieses Mal ,ein Vorteil, wie
Siegfried Zimmer, Polier der federführenden Firma Karo-San
aus Illingen (Saarland, Deutschland), sagt. "Ich bin
froh, wenn ich,solchen Boden habe." Denn die zähe
Erde bröselt kaum ins geborstene Rohr. Sandiger Boden
hingegen rieselt durch die Risse und verstopft das Rohr.
Schlechte Qualität verlegt
Anlass für den Ersatz der Wasserleitting zwischen dem
Pumpwerk Walperswil und dem Reservoir Oberholz in Epsach ist
der marode Zustand der alten Rohre. Die 1975 erstellte Leitung
hätte zwar noch gut und gerne 50 Jahre halten sollen.
Doch in den Zeiten uneingeschränkten Fortschrittglaubens
habe man Rohre von zweifelhafter Qualität unfachmännisch
verlegt, erklärt Roman Wiget. Die Folge: Allein in den
vergangenen zwei Jahren ereigneten sich drei Leitungsbrüche.
Die neuen Leitungen sind von gleichem Durchmesser wie die
alten, aber innen und aussen von einem Zementmantel umhüllt.
Dieser schützt das Rohr vor Rost und verhält sich
neutral gegenüber Wasser.
Saarbrücker Zeitung
Der Aderlass des Hoxbergs beginnt
Innovatives Verfahren zapft durchnässten
Berg an – Entwässerung soll Hang vor Abrutsch schützen
– DSK trägt alle Kosten
Die überfällige und in ihrer Form lange umstrittene
Sanierung des Hoxbergs ist fast fertig. Mit einem Aufwand
von fünf Millionen Euro wurden mit einer eigens entwickelten
Technik Gräben, Kanäle, Schächte und Brunnen
angelegt, die den Hang entwässern, weil der bei Durchnässung
immer wieder gefährlich in Bewegung geraten ist.
VON SZ-REDAKTEUR HARALD KNITTER
Nalbach. Die Nordflanke des Hoxbergs kann
abrutschen, wenn sie zu viel Nässe aus Regen und Grundwasser
aufsaugt – wie 1965, als 18 Häuser Totalschaden
erlitten. Deshalb soll eine Abflussröhre am Fuß
des Bergs mit schräg in den Hang getriebenen Zuleitungen
das Wasser abführen. "Die erste Antwort war: Das
geht nicht", erzählte Diplom-Ingenieur Wilhelm Schroeder
von dem Projekt. "Das war vor nur einem Jahr."
Am Freitag präsentierte er mit der Deutschen Steinkohle
AG (DSK), die die Kosten von rund fünf Millionen Euro
trägt, die fast fertige Drainage. Werner Zimmer, Geschäftsführer
der Illinger Firma Karo-san, erklärte: "Der Auftrag
war so ungewöhnlich, dass man erst neue Meißel
entwickelt hat, die sehr unterschiedlich harte Gesteinsschichten
bearbeiten können und die man aus dem Bohrloch auch noch
zurückziehen kann.“
Lockerböden auf harten Felsschichten sorgen für
die Rutschgefahr am Hoxberg. Axel Schäfer, Leiter der
DSK-Abteilung Bautechnik, merkte an: "Der Hoxberg hat
oberhalb der Waldstraße schon mehrfach zu Rutschungen
geführt. Deshalb hat sich die DSK im Vorfeld des Abbaus
in der Primsmulde, der auch Auswirkungen auf den Hoxberg hat,
zu dieser Maßnahme entschlossen." Unerwähnt
blieb, dass die DSK nicht davon ausgeht, dass der Bergbau
einen Hangrutsch auslösen könnte, aber die Sanierung
übernahm, damit gar keine Rutschung und keine Diskussion
über den Auslöser entsteht.
"Ich freue mich, ein Stück Sicherheit den Menschen
zu präsentieren,
damit sich die leidvolle Erfahrung von 1965 nicht wiederholt",
sagte Bergwerksdirektor Gerhard Bronder. Zu dem größer
als von der DSK geplant ausgefallenen Sanierungskonzept sagte
Nalbachs Bürgermeister Patrik Lauer: "Bei vielen
Sitzungen, zum Teil bis zur körperlichen Erschöpfung,
haben wir eine Lösung gefunden, die die Sicherheit des
Hoxbergs erheblich verbessert. Bei aller Härte war es
immer eine faire Diskussion." Er freute sich über
das Ergebnis: "Wir haben ein Stück Technologieentwicklung
vorangetrieben. Die Gemeinde hat dazu beigetragen, den Wirtschaftsstandort
Deutschland zu fördern." Die Sonderanfertigungen
stammen von dem Aachener Maschinenhersteller Bohrtec, die
Technische Hochschule Aachen testete das Verfahren. Vom 400
Meter langen Basiskanal oberhalb der Körpricher Waldstraße
bohrte Karo-san alle zwölf Meter im 30 Grad-Winkel Zuleitungen
in den Berg. Die Löcher kleiden 20 Zentimeter dicke Röhren
aus. Ihre Wände aus einem Geflecht aus Edelstahl-Wickeldraht
sind wasserdurchlässig, bis auf die ersten Meter unter
der Oberfläche, damit der Erdboden für Bäume,
Büsche und Pflanzen nicht austrocknet. Dafür brauchten
die zehn Karo-san-Mitarbeiter 12000 Arbeitsschritte, für
die sie nur 90 Tage Zeit hatten, sieben Tage die Woche, teils
nachts. Am Freitag wurde der letzte Filter eingesetzt. Nicht
weil so viel Wasser abläuft (letztlich sollen maximal
60 Liter pro Sekunde in die Prims fließen), sondern
damit Arbeiter und Maschinen hineinpassen, musste der Basiskanal
besonders groß gebaut werden. Satte 2,20 Meter Innendurchmesser
bei 35 Zentimeter Wandstärke hat die Betonkonstruktion,
die die Saarwellinger Firma Gergen zwölf bis 25 Meter
unter der Oberfläche durch den Berg schob. 3200 Tonnen
Erdreich wurden herausgeholt, aber auch 2900 Tonnen Betonrohr
nachgeführt, berichtete Bauleiter Oliver Wacht. Von einer
Startgrube pressten vier Hydraulikzylinder, von denen jeder
600 Tonnen bewegen kann, die Röhre voran, unterstützt
von drei Zwischenpressen in der Röhre. Nächtliche
Beschwerden über die Großbaustelle habe es nur
einmal gegeben, hieß es, und da waren Kupferkabel-Diebe
am Werk, wie sich herausstellte.
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