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Dienstleistungen
Relining
Beim Relining werden Neurohre mit geringfügig
kleinerem Querschnitt direkt in das Altrohr eingezogen. Der
verbleibende Ringraum wird während des Rohreinzugs mit
Spezialmörtel verdämmt und bildet somit ein formschlüssiges
und statisch dauerhaft tragfähiges Gesamtsystem.
Als Neurohre eignen sich Kurzrohre mit Steckverbindung oder
vorgeschweißte Langrohre. Mit diesem Verfahren ist die
Erneuerung sehr langer Einzelabschnitte in einem Arbeitsschritt
möglich, so dass der Energie- und Zeitaufwand vergleichbar
gering bleiben. Als wirtschaftliche Möglichkeit ist das
Relining-Verfahren für die grabenlose Erneuerung von
Druckrohr- und Freigefälleleitungen in nahezu allen Durchmessern
und Querschnitten geeignet.

Die Qualitätsanforderungen, die im Relining-Sektor an
die zu verwendenden Rohre gestellt werden, sind unglaublich
hoch.
Außerdem wird die Kanalsanierung von den Auftraggebern
(Kommunen) meist als notwendiges Übel gesehen.
Eine Kanalsanierung hat den Bürgern gegenüber nur
eine sehr geringe positive Ausstrahlung, da das Endprodukt
nicht sichtbar ist. Darum sind die minimalen Behinderungen
während der Installation (keine langwierigen Grabungsarbeiten)
ein wichtiger Vorteil des Relinings.
Zunächst
wird der alte Leitungsabschnitt vom Netz getrennt. Mit Hilfe
von zwei motorgetriebenen Winden werden dann metallische Kratzer,
Bürsten und Gummischeiben an einem Seil durch das alte
Rohr gezogen. So wird die Rohrinnenwand von Inkrustationen
gereinigt. Das PE-Rohr wird dann mit Hilfe von Rollenführungen
über ein Zugseil eingezogen. Um Beschädigungen der
Oberfläche der PE-Rohre beim Einzug zu verhindern, werden
Rohre mit einem zusätzlichen Außenschutz (z.B.
aus PP) verwendet.
Die Vorteile des Verfahrens im Vergleich zur konventionellen
Neuverlegung liegen in erster Linie in geringen Tief- und
Rohrbauarbeiten sowie einer schnellen zeitlichen Abwicklung.
Der wesentliche ökologische Vorteil liegt in der Einsparung
des Tiefbauvolumens um 30–90%.
Die Kostenreduzierung dieses Verfahrens liegt je nach Anordnung
der Hausanschlüsse und sonstiger Gegebenheiten bei 15–50
%. In vielen Fällen kann aufgrund der Zeitersparnis auf
eine Ersatzversorgung verzichtet werden.
Die Reinigung der PE-Leitung erfolgt durch Spülen mit
Wasser. Darüber hinaus schützt das Altrohr als Mantelrohr
die einge-zogene Leitung. Die Entsorgung des Altrohres entfällt
und die Beeinträchtigungen der Anlieger durch Versorgungsstörungen,
Baulärm und Schmutz wird auf ein Minimum reduziert.

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