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Spülbohren

Bei diesem umweltschonenden Verlegeverfahren reißt man die Straße nur an einigen Stellen auf und stellt sogenannte Kopflöcher her. Ein Bohrer schafft mit Hilfe von Spülwasser Platz für das Rohr, das danach in das Erdreich eingezogen wird.

Die gesteuerte Horizontalbohrtechnik, auch als „Horizontal-Directional-Drilling“ bekannt, ist ein aus den USA stammendes und seit Mitte der 80er Jahre auch in Europa eingesetztes Verfahren zur grabenlosen Verlegung von Rohrleitungen und Kabeln. Anwendung findet das Verfahren in der Regel bei der Unterquerung von Hindernissen, wie z.B. Flüssen, Autobahnen, Biotopen etc.

Die zunehmende Weiterentwicklung der eingesetzten Technik führte zu weiteren Einsatzfeldern, wie z.B. in der Sanierungstechnik, im Deponie- und Altlastenbereich oder bei der Verbindung von land- und seeseitigen Teilen von Rohrleitungen oder Kabeln im Küstenbereich. Das Leistungsspektrum der Gesteuerten Horizontalbohrtechnik erweitert sich ständig. An grabenlose Verlegeverfahren sind besondere Qualitätsforderungen zu stellen, da einige Einbaurichtlinien aus den Technischen Regeln für die offene Bauweise verfahrensbedingt nicht erfüllt werden können. Bis auf die neu geregelten Abschnitte im DVGW Arbeitsblatt GW 321 bleiben diese Technischen Regeln jedoch uneingeschränkt gültig.

Für die Sicherstellung eines gleichbleibenden Qualitätsstandards bei der Verfahrensdurchführung sind im DVGW Arbeitsblatt Anforderungen, Gütesicherung und Prüfungen für steuerbare, horizontale Spülbohrverfahren zusammengefasst, die dem Stand der Technik entsprechen.

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